Monitor
Hilfen zur Erziehung 2025
Datenbasis 2023
Anzahl der jungen Menschen in den Hilfen zur Erziehung steigt im Jahr 2023 weiter an
Im Jahr 2023 wurden in Deutschland bundesweit 1.214.017 Kinder, Jugendliche und junge Volljährige gezählt, die eine Hilfe zur Erziehung in Anspruch genommen haben. Damit ist die Zahl dieser Unterstützungsleistungen gegenüber 2023 um 4% gestiegen. Dieser Anstieg geht auf eine deutliche Zunahme in der Erziehungsberatung (+6%) zurück, aber auch die Anzahl der jungen Menschen in den ambulanten Hilfen (+2%) und Fremdunterbringungen (+4%) hat gegenüber dem Vorjahr moderat zugenommen.
Ausgaben von 13,39 Mrd. EUR für Hilfen zur Erziehung
Die Ausgaben für das Arbeitsfeld der Hilfen zur Erziehung sind im Jahre 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Es wurden 13,39 Mrd. EUR für Hilfen zur Erziehung und Hilfen für junge Volljährige ausgegeben, das entspricht 19% der Jugendhilfeausgaben insgesamt.
Kurzanalyse der AKJStat zu den Daten der Hilfen zur Erziehung und 35a-Hilfen im Jahr 2024
Im Jahr 2024 zählten die Jugendämter und Erziehungsberatungsstellen 1.259.794 junge Menschen unter 27 Jahren, deren Eltern eine Hilfe zur Erziehung (HzE) oder die selbst eine Hilfe für junge Volljährige in Anspruch genommen haben. Das sind knapp 4% mehr als im Vorjahr und ein neuer Höchststand. Somit haben bis zu 8,0% der Minderjährigen in Deutschland sowie bis zu 5,8% der jungen Volljährigen im Jahr 2024 eine HzE in Anspruch genommen. Neben den HzE weist die amtliche Statistik für das aktuelle Datenjahr 2024 auch 174.035 Eingliederungshilfen aufgrund einer (drohenden) seelischen Behinderung gem. § 35a SGB VIII („35a-Hilfen“) aus – auch hierbei handelt es sich um einen neuen Höchststand. Hinter diesen insgesamt steigenden Fallzahlen stehen mehrere unterschiedliche Entwicklungslinien in den Leistungssegmenten, die in der Kurzanalyse beschrieben werden.
Die Kurzanalyse steht hier als Download zur Verfügung.
Weitere Informationen und Ergebnisse zu den Hilfen zur Erziehung 2024 können der Datenbank GENESIS-Online auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes entnommen werden:
https://www-genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/22517/details [Zugriff: 28.04.2026]
Sechste Ausgabe des „Monitor Hilfen zur Erziehung“ erschienen
Die sechste Ausgabe des „Monitor Hilfen zur Erziehung“ schreibt zum einen Auswertungen und Analysen zur Inanspruchnahme von erzieherischen Hilfen, zu den Lebenslagen der Familien, aber auch zu den finanziellen Aufwendungen sowie zu regionalen Unterschieden weiter fort. Zum anderen werden aktuelle und zukunftsweisende Themen für das Arbeitsfeld aufgegriffen. In der aktuellen Ausgabe widmet sich der Monitor dem Themenschwerpunkt Personalentwicklung in den Hilfen zur Erziehung, der auch Hinweise zum zukünftigen Personalbedarf in dem Arbeitsfeld enthält. In einem zweiten Schwerpunkt werden die Inobhutnahmen und Anschlusshilfen für unbegleitet eingereiste ausländische Kinder und Jugendliche in den Blick genommen. Die hauptsächliche Datengrundlage der Analysen sind die Ergebnisse der Kinder- und Jugendhilfestatistik bis zum Berichtsjahr 2021, für die Inobhutnahmen bis 2022.
Der „Monitor Hilfen zur Erziehung 2023“ kann hier kostenlos als pdf-Datei heruntergeladen werden. Ebenfalls kostenlos ist eine Druckfassung der Publikation erhältlich.
Bestellungen können gerichtet werden an: ilona.haushalter@tu-dortmund.de
Für das Arbeitsfeld der Hilfen zur Erziehung besteht mit der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik ein umfassendes und bewährtes Instrument einer empirischen Dauerbeobachtung. Die Internetseite des „Monitor Hilfen zur Erziehung“ nutzt diese Datengrundlage und stellt Analysen zum aktuellen Stand sowie zu Entwicklungen im Feld der Hilfen zur Erziehung dar. Bei dieser Internetseite handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Veröffentlichungen „Monitor Hilfen zur Erziehung 2012“, „Monitor Hilfen zur Erziehung 2014“, „Monitor Hilfen zur Erziehung 2016", „Monitor Hilfen zur Erziehung 2018", „Monitor Hilfen zur Erziehung 2021" und „Monitor Hilfen zur Erziehung 2023" mit einer Aktualisierung der in den Publikationen enthaltenen Grundauswertungen zu den Fallzahlen und der Inanspruchnahme von Hilfen zu Erziehung sowie zu den Ausgaben für diesen Arbeitsbereich.








